Hat wirklich jemand gedacht, dass sich das auslaufende Oel der Pestige einfach so in Luft auflöst? Wer trägt jetzt eigentlich die Verantwortung dafür? Sehr wahrscheinlich wieder mal niemand!
Ein Jahr nach dem Untergang der Prestige tauchen Spuren von Schweröl in Nahrungsmitteln auf.
Mindestens 5000 Tonnen Schweröl treiben noch immer im Atlantikwasser vor Nordspanien. Der Öltanker Prestige war vor einem Jahr 244 Kilometer vor der Küste zerbrochen und auf Grund gelaufen - in den Wrackteilen lagert laut dem WWF noch mehr Schweröl: 13 800 Tonnen sollen es sein. An den Folgen der Ölkatastrophe starben bislang etwa eine Viertelmillion Vögel. Nun könnte es aber auch den Menschen an den Kragen gehen: Eine Studie von Biologen der spanischen Universität in La Coruña kommt zum Schluss, dass das Schweröl in die Nahrungsmittelkette gelangt ist. Nach Angaben der Zeitung «El Mundo» fanden die Forscher vor allem in Muscheln und Schalentieren erhebliche Konzentrationen von Kohlenwasserstoffen. Dabei handle es sich um polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, die wahrscheinlich zu einem grossen Teil Krebs erregend seien. Auch bei verschiedenen Fischarten seien erste Auswirkungen der grössten Umweltkatastrophe in der spanischen Geschichte festzustellen.
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Zorra - Freitag, 14. November 2003, 11:42 - Rubrik:
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