Grittibänz
Eigentlich wollte ich heute zum Samichlaustag einen Grittibänz backen. Bin aber zu faul. Vielleicht nächstes Jahr.

Chliini, grossi Grittibänze
alli händ e feisses Ränzli.
Siebe süessi Tschopechnöpfli,
dicki Arme, rundi Chöpfli,
chnuschper-bachni Hosebei.
En Grittigänz für mich elei.
Grittibänz-Rezept

Chliini, grossi Grittibänze
alli händ e feisses Ränzli.
Siebe süessi Tschopechnöpfli,
dicki Arme, rundi Chöpfli,
chnuschper-bachni Hosebei.
En Grittigänz für mich elei.
Grittibänz-Rezept
12 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks - 2572 Ausflügler
frau_kollegin - 6. Dez, 10:11
samichlaustag? grittibänze?
das ist ja mal wieder seeeer schweizerisch! noch nie gehört.
samichlaus ist der tag des heilige nikolaus (santa nikolaus)? ->
das könnte ich ja noch herauslesen. aber grittibänze?
samichlaus ist der tag des heilige nikolaus (santa nikolaus)? ->
das könnte ich ja noch herauslesen. aber grittibänze?
brigitte - 6. Dez, 10:16
sami niggi näggi
hinder em ofe stecki
gimmer nuss und biire
denn chumi hindefüüre
oder
samichlaus du liebe mah
gäll ich muess kei ruete ha
(rest vergessen)
ich musste immer 2 sprüchlein aufsagen,
eines für mich und eines für meine schwester,
die zu schüchtern war
hinder em ofe stecki
gimmer nuss und biire
denn chumi hindefüüre
oder
samichlaus du liebe mah
gäll ich muess kei ruete ha
(rest vergessen)
ich musste immer 2 sprüchlein aufsagen,
eines für mich und eines für meine schwester,
die zu schüchtern war
Zorra - 6. Dez, 10:20
Hier die Uebersetzung des
Sprüchleins:
Kleine, grosse Grittibänze
alle haben einen dicken Ranzen (sagt man so? oder besser Bauch?)
Sieben süsse Jackenknöpfe,
dicke Arme, runde Köpfe
knusprig gebackene Hosenbeine.
Ein Grittbänz für mich alleine.
Kleine, grosse Grittibänze
alle haben einen dicken Ranzen (sagt man so? oder besser Bauch?)
Sieben süsse Jackenknöpfe,
dicke Arme, runde Köpfe
knusprig gebackene Hosenbeine.
Ein Grittbänz für mich alleine.
ferromonte - 6. Dez, 10:25
samichlaus
lässt sich übersetzen, aber wie leitet sich grittibänz her?
ich mag den dialekt sehr ... mmmh.
ich mag den dialekt sehr ... mmmh.
ferromonte - 6. Dez, 10:38
hab folgendes
gefunden:
Gritti m., Greis, alter, schwerfällig gehender Mann. "E Rychsgraf isch kei Gritti" (Künzi 62) Zss. Grittibänz m., 1. alter Mann. 2. Männchen aus Hefeteig, das bes. am Chlousertag (6. Dez) verkauft wird.
Bänz, Bänzli, Bäne, Bäni, m., (...) "Hans und Bänz", jeder beliebige, vom Obld. her bekannt: "Bänz(li), Schaf, fettes Tier
Quelle: Berndeutsches Wörterbuch, 6. Auflage
via wer-weiß-was.de
Gritti m., Greis, alter, schwerfällig gehender Mann. "E Rychsgraf isch kei Gritti" (Künzi 62) Zss. Grittibänz m., 1. alter Mann. 2. Männchen aus Hefeteig, das bes. am Chlousertag (6. Dez) verkauft wird.
Bänz, Bänzli, Bäne, Bäni, m., (...) "Hans und Bänz", jeder beliebige, vom Obld. her bekannt: "Bänz(li), Schaf, fettes Tier
Quelle: Berndeutsches Wörterbuch, 6. Auflage
via wer-weiß-was.de
Zorra - 6. Dez, 10:43
Das habe ich auch gefunden, oder folgendes:
«Grittibänzen kommen aus der Bäckerei», meint Marie Herrmann, die in der Migros City in Zürich Brotwaren verkauft. Doch woher die Geschichte, woher die Gestalt? «Das ist halt Tradition», meint Frau Herrmann. Und Reto Andreolimeint zur Gestalt, sie sei Sache der Marketingabteilung. Immerhin notiert das Schweizer Idiotikon, ein «Gritti» sei ein «mit gespreizten Beinen gehender, meist gebrechlicher alter Mann». Ein wenig Aufklärung bietet das Fachbuch der Richemont-Fachschule in Luzern, «Schweizer Bäckerei». Dort erfährt man, dass Grittibänzen in der Schweiz bereits im 19. Jahrhundert verzehrt wurden, anfangs wahrscheinlich noch aus Brotteig,später aus Zopfteig - eine «Wohlstandserscheinung». Weiter heisst es jedoch: «Über die Herkunft des Grittibänzen tappen auch die Historiker im Dunkeln.» Es scheint fast, als müsse eine Geschichte des Grittibänzen neu geschrieben werden.
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